Für kritische, freie und offene Unis!

Bildung ist Motor für Fortbestand und Weiterentwicklung der Gesellschaft. Sie soll selbstständig denkende und kritikfähige Menschen schaffen und liefert die nötigen Werkzeuge zum Erkennen, zur Analyse und zur Bewältigung gesellschaftlicher Probleme. Das österreichische Bildungssystem verschärft schon in der Schule die Kluft ungerecheter Chancenverteilung. Dies setzt sich auf der Hochschule fort. In einer fortschrittlichen Gesellschaft hat jeder Mensch das Recht auf persönliche Entfaltung – unabhängig von sozialer und regionaler Herkunft, Geschlecht, Alter, Sexualität und Gesundheitszustand. Die öffentliche Hand trägt deshalb die Verantwortung für Zugang, Ausbau und Ausgestaltung der Bildungsinstitutionen. Das beginnt im Kindergarten und endet an der Hochschule.

Bildung muss allen Menschen im gleichen Maße zugänglich sein. Es braucht kein Weniger an Studierenden, keine Platzbeschränkungen, Knock-Out-Prüfungen oder stupide Aufnahmetests, sondern ein Ende der chronischen Unterfinanzierung und den Ausbau des Hochschulsektors. Zugangsbeschränkungen sind nicht die Lösung sondern erst das Problem. Sie wirken sozial selektiv und drängen vor allem Studierende aus sozial schwächeren Schichten, Frauen* und Studierende mit Migrationshintergrund sowie Studierende mit Beeinträchtigungen und/oder Betreuungspflichten von den Hochschulen.

Die Neoliberalisierung unserer Gesellschaft hat sich auch auf die Denkweise und Organisation auf den Hochschulen ausgewirkt. Mittels “New Public Management” Strukturen sollen Hochschulen wie Unternehmen geführt werden. An der Spitze steht der_die Rektor_in, der_die als Manager_in das Unternehmen effizient führen soll.
Die Studierenden sind ein Teil der Universität und nicht bloß zahlungspflichtige Kund_innen oder willenlose Fließbandprodukte. Studierende sind keine Konsument_innen der (Aus-) Bildung, sondern wollen und müssen an Ausgestaltung, Aufbau und Angebot der Universität teilhaben und sie als Expert_innen mitgestalten.
Für eine fortschrittliche Weiterentwicklung der Hochschulen braucht es verstärkte studentische Mitbestimmung im Rahmen gleichberechtigter und demokratisch organisierter Hochschulen.

Eine empfehlenswerte Lektüre zum Thema Hochschulpolitik, Neoliberalisierung von Universitäten, Effizienzpalaver und Widerstandsmöglichkeiten bietet das #unibrennt-Buch, dessen Texte

Bildungsaktionstag 2013 (Transpi der STV Politikwissenschaft)

Bildungsaktionstag 2013 (Transpi der STV Politikwissenschaft)

frei einseh- und lesbar sind!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s